Posts mit dem Label Küste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Küste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 20. Juli 2015

Sicily, last stop: Eine Fahrradtour auf Favignana

Ciao Ihr Lieben!

Genauso schnell wie Melancholie wieder verfliegen kann, so schnell war auch der Nebel verflogen. Am Vortag noch in einer weißen Wüste verschwunden, strahlte mir die Sonne in Trapani an diesem Morgen richtig brutzelig ins Gesicht. Ein perfekter Tag für einen Inselausflug! Und ein noch perfekterer Tag zum Fahrrad fahren! Also fix hinüber hoppen nach Favignana mit der Schnellfähre - dort kann man sich für eine handvoll Euros am Tag ein Rad mieten und das mini Mittelmeergoldstück erkunden.

Ich nehme Euch natürlich mit auf meine Tour und rate Euch: Besucht unbedingt Favignana und fahrt von Bucht zu Bucht, genießt das maledivische Wasser und lasst Euch den Wind durch die Haare blasen auf den gemütlichen Straßen vorbei an hageren Kühen, einsamen Ferienhäusern und weiten Feldern. Meine Plädoyer für Favignana ist auch schon beendet. Die Fotos kicken Euch ohnehin viel mehr. Achso - #nofilter und so <3:










 A presto!

Rieke


Donnerstag, 4. Juni 2015

Schönes Siracusa und zweite Chancen

Ciao Ihr Lieben!

Siracusa hatte ein wenig Pech mit mir. Denn so ganz zufrieden war ich mit ihr besonders zu Anfang so gar nicht. Nach dem beschaulichen Taormina war Siracusa meine nächste Station gewesen und der Wechsel in eine größere Stadt erst einmal wieder eine Umstellung. Zudem war ich nach einigen Wochen des Reisens an dem Punkt angelangt, an dem ich ganz furchtbar damit leben konnte, keine Aufgabe zu haben. Die Grundentspannung war inzwischen eingetreten, aber es kam mir auf einmal komisch vor, in welcher Situation ich mich befand. Mir einfach nur tagein tagaus Dinge anzusehen, aber selbst nichts zu produzieren. Meistens fangen die Menschen in der Umgebung dieses Gefühl ganz schnell wieder auf, aber auch meine Unterkunft konnte dazu nicht so recht beitragen. Das Hostel in Siracusa war neu, modern und insgesamt ordentlich. Und auch die Leute waren hilfsbereit. Aber es herrschte eine ziemlich unpersönliche Atmosphäre. Ein wenig unterkühlt das Ganze. Überhaupt habe ich inzwischen festgestellt, das große Hostels nichts für mich sind. Je größer das Hostel, umso mehr Platz wird den Bewohnern gegeben, sich aus dem Weg zu gehen. Die besten Tage hatte ich bisher in kleinen Unterkünften, wo man sich automatisch kennenlernt, weil man keine andere Wahl hat, als von der Dynamik, die sich aus der Kombination der Anwesenden zwangsläufig ergibt, mitgezogen zu werden. 

Siracusa hatte also einen schweren Stand bei mir. Die Altstadt Ortigia ist ein wunderschöner Fleck Siziliens mit teils beeindruckender barocker Architektur, süßen Gässchen, lebendigen Märkten und charmanten Geschäften. Auch das archäologische Gelände am anderen Ende der Stadt hätte mich noch mehr begeistern müssen mit dem Ohr des Dionysus – einer Höhle, geformt wie ein Hörgang mit fantastischer Akustik. Aber irgendwie hatte ich überall das Gefühl, all das schon einmal gesehen zu haben. Nur in schöner oder imposanter oder sonst wie spannender. Erst nach einer kleinen Weile hab ich mich dann mit meinen eigenen Launen versöhnen können. Geholfen hat die Entdeckung eines kleinen Felsausläufers an der Küste. Beim Abendspaziergang entdeckte ich den Übergang zu den Felsen, an denen sich gerade die Brandung überschlug. Nur ein paar vereinzelte Leute saßen dort. Ich suchte mir einen Vorsprung und habe auf das Wasser gestarrt, zugeschaut wie die Wellen an den Felsen brachen und beobachtet, wie mir fast ein wenig mulmig zumute wurde bei dem Anblick. Als könnte mich das Meer jeden Augenblick verschlucken. 



Ich bin sitzen geblieben. Und habe gestarrt. Und nach einer kleinen Weile war ich mit der Stadt versöhnt. Als ich zurück in die Altstadt kam, sah ich auf einmal wieder die schönen kleinen Straßenzüge, die gemütlichen Trattorien, das Abendlicht auf der Piazza. 

Siracusa sieht mich auf meiner nächsten Sizilienreise ganz sicher wieder. Denn so eine Stadt hat ganz dringend eine zweite Chance verdient:












A presto!

Rieke

Samstag, 16. Mai 2015

Going to Gallipoli

Ciao, Ihr Lieben!

Nach dem ersten entspannten Abhängen in Lecce stand bald der erste Tagesausflug an: Gallipoli!
Das Fischerdorf an der Küste hat eine wunderhübsche Altstadt auf einer vorgelagerten Insel und ist geschäftiger Anziehungspunkt für alle Küstenliebhaber in der Umgebung. Leider macht das Gallipoli aber auch zu einem sehr touristischen Fleckchen. Das hat sich eigentlich schon ziemlich offensichtlich angekündigt, als ich Sonntags morgens in Lecce in den Bus stieg und feststellte, dass 80 Prozent der Mitfahrenden aus den typischen Straßenverkäufern mit ihren Sonnenbrillenaufstellern und geflochtenen Armbänderen bestanden. Und tatsächlich: Selbst jetzt, in der Nebensaison, waren die kleinen Gässchen Gallipolis gut gefüllt mit Touristen aus den verschiedensten Ecken der Welt. Die Restaurants und Geschäfte in der Altstadt sind zu großen Teilen auch eher auf den Tourismus ausgerichtet und so recht wollte der Funke, was das betrifft, nicht überspringen.


Einen Grund gibt es aber, Gallipoli dennoch zu mögen: Es ist einfach wirklich, wirklich, wirklich hübsch. Ich würde vielleicht in der absoluten Hochsaison vermeiden, hierher zu kommen. Aber ein Besuch für einen Tag lohnt sich trotz allem sehr. Immerhin habe ich hier ein paar der schönsten Aufnahmen meiner Reise machen können. Und wenn man die Kameralinse auf die schönen Dinge richtet, die der Ort definitiv zu bieten hat, dann blendet man den Tourikram ganz von allein aus. Schaut mal her:







Random Fact: Kurz vor Ostern rastet Gallipoli ein bisschen aus und feiert die Settimana Santa, in der christliche Bruderschaften mit den für uns eher grenzwertig konnotierten Zipfelmützen durch die Straßen prozedieren, sich geißeln und andere abgefahrene Sachen veranstalten. Die Fotos sind aus einer Ausstellung in der Festung von Gallipoli - dessen Besuch sich vor allem lohnt, um einen Blick in die riesigen Gewölbekammern zu werfen und im Anschluss die Aussicht über die Stadt zu genießen. 



A presto!

Rieke